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Posts

post-europhorie...

Inflationärer Verkauf an Fußball Fanshirts, eine noch weniger überschaubare Anzahl an Flaggen auf Klein- und Mittelklassewagen, sowie Luxuskarossen. Zudem eine apokalyptische Spirale an düsteren Prophezeiungen über mangelnde Sicherheit und diversen anderen Unzulänglichkeiten. Die morgen startende Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bringt eine Reihe von Reminiszenzen an die Euro 08 in Österreich und der Schweiz mit sich.  Der Eisbär hat sich aus diesem Grund für einmal in die Untiefen diverser Archive vergraben und ist auf interessante Geschichten gestoßen. Vor allem in der Host City Klagenfurt (die bald eher zu Ghost City mutierte…) hatten sich in den Jahren, Monaten, Wochen und Tagen vor dem Fußball-Europameisterschaften Geschichten aufgetan, die retrospektiv betrachtet primär Kopfschütteln auslösen können. Vandalismus, Schlägereien und Hunderte Festnahmen an den Spieltagen gehörten zur Tagesordnung, war da vielfach zu lesen. Dazu kam ein buntes Sammelsurium an Angstmache...

Das Ende der gackernden Henne...

Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider war ein Mann, der Sprache und Worte als Mittel nutzte, um zu provozieren, polarisieren und Aufmerksamkeit zu erlangen. Die ungeschriebenen Gesetze der politischen Korrektheit zu durchbrechen, war dabei durchaus Usus und fallweise kalkuliert. Aussagen wie „wie einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann…“ oder „wenn einer Adamovich heißt, muss man schauen, ob er eine Aufenthaltsbewilligung hat…“ wurden ihm zum Teil von diversen Redenschreibern in den Mund gelegt. Die Stärke, pointierte Aussagen auch aus dem Stegreif zum Besten zu geben, unterschied ihn jedoch von vielen andern politischen Verantwortungsträgern im Land. An Taten waren diese Worte oft nicht zu messen. Was den Eisbären endlich zur eigentlichen Thematik seiner heutigen Ausführungen bringt… Im Frühjahr 20007 hatte der Herr Doktor wieder einmal eine Vision – obwohl er selbst einst darauf hingewiesen hatte, dass Menschen mit Visionen zum Arzt gehören (Ge...

warten auf maria...

Aus der geplanten Veröffentlichung in einer Print Publikation wurde nichts - deshalb exklusives (und diesmal beinahe satirefreies) Lesematerial für eisbaerhelmut-Leser...  Eine angekündigte Marienerscheinung hat am Samstagnachmittag Hunderte Gläubige und Schaulustige nach Bad St. Leonhard ins Kärntner Lavanttal gelockt. Dem selbst bestimmten italienischen Seher Salvatore Caputa erschien die Muttergottes, die meisten anderen haben vergeblich gewartet.  Etwa 400 Schaulustige, streng gläubig oder einfach nur neugierig, bahnen sich den Weg zum Ort des Geschehens. Vorbei an der Pfarrkirche, durch einen Park, auf den Schlossberg mit den Überresten alter Wachttürme, einem eigens errichten Holzkreuz und einer Marienstatue. Nur einige Meter davon entfernt, eine Minigolfanlage, die heute nicht das Interesse der Ausflügler auf sich zieht. Das Publikum ist bunt gemischt, von Jugendlichen, die die vorhergesagte Erscheinung eher belächeln, bis zu älteren Gläubigen und auch Vertrete...

Bild dir deine Meinung...

Vor einigen Tagen hat Eisbär Helmut den nachstehenden Leserbrief an die BILD-Zeitung gesendet. Bis auf die automatisch generierte Antwort blieb bis heute jedoch eine Urgenz aus. Das Mädchen von Seite 1 ist aber nach etwa einer Woche Absenz wieder dort wo es hingehört... Sehr geehrter Herr Diekmann, die Entscheidung dieses Schreiben zu verfassen ist mir nicht leicht gefallen und ist in einem langwierigen Prozess entstanden. Letztlich sehe ich es jedoch beinahe als meine staatsbürgerliche Pflicht an, meiner Beunruhigung über rezente Veränderungen in Ihrer Publikation Ausdruck zu verleihen. Bereits seit mehr als einer Woche fehlt der BILD-Zeitung ein essenzieller, ästhetischer und intellektueller Bestandteil. Dieses Faktum erfüllt mich bei der täglichen Lektüre mit einem Gefühl von Leere, Sehnsucht, Trauer und Unvollkommenheit. Howard Carpendale und diverse andere Interpreten wussten einst schon ein wunderbares und facettenreiches Lied davon zu singen…„Das schöne Mädchen von ...

Der Wahnsinn geht weiter...

Der Eisbär meldet sich wieder einmal von einer "Pressereise"...

Protest im Süden...

Der "neue" Widerstand in Kärnten - veröffentlicht am 02/04/2010 in der Presse... http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/555849/index.do?from=suche.intern.portal .  Nachfolgend die Langfassung exklusiv für alle Eisbär Helmut Leser... Politischer Widerstand war in Kärnten jahrelang ein sprichwörtliches Minderheitenprogramm. In den letzten Monaten hat sich das geändert, Protest scheint langsam wieder salonfähig zu werden. Auf sozialen Netzwerkseiten, Unterschriftenlisten und in Bürgerbewegungen wird eine neue politische Kultur im Land gefordert.  Ausstaffiert mit Lautsprechern, grünen Trillerpfeifen und Transparenten versammeln sich etwa 250 Menschen vor der Landesregierung, um nach einer kurzen Kundgebung mit einem Pfeifkonzert und Buhrufen, durch die Klagenfurter Innenstadt zum Landhaushof zu marschieren. „Rechts abbiegen verboten“, „FPK-ÖVP zieht unser letztes Hemd aus“ oder „Mit euch geht Kärnten pleite“ ist auf den Plakaten zu lesen. Seit mehr als drei Mona...

Mortalität...

Mit großer Sorge beobachtet der Eisbär die rezenten Vorgänge auf diesem Planeten. Der Blick in die aktuellen Tageszeitungen und Magazine bereitet ihm dabei besonders viel Kopfzerbrechen, aufgrund der Tatsache, dass der Eisbär selbst mit inflationärer Häufigkeit zum Objekt der Berichterstattung verkommt. Nicht er als Individuum verdient sich diese omnipräsente mediale Aufmerksamkeit – dafür ist er dann doch nicht laut, schillernd, korrupt oder niveaulos genug – sondern die Spezies der Eisbären im Allgemeinen. Eisbär Helmut und seine Kollegen finden sich auf Titelseiten, in mehrseitigen Reportagen renommierter Nachrichtenmagazine und im Zuge fachspezifischer Abhandlungen in wissenschaftlichen Publikationen. Die Eisbären gehören offenbar zu jenen Tieren, deren Population in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat und denen düstere Prognosen ein baldiges Verschwinden von diesem Planeten, respektive Aussterben prophezeien. Grund ist einerseits die Tatsache, dass der Eisbär ...

der karawankenbär steppt...

…und lacht sich während seiner mehr oder minder professionellen Performance wohl über die Vorgänge in der Kärntner SPÖ schief. Eine Partei, die jahrzehntelang die bestimmende politische Kraft in diesem Bundesland war. Die nach dem 2. Weltkrieg zahlreiche braune Flecken , in Form von teils hochrangigen, ehemaligen NSDAP Mitgliedern, in Kauf genommen hatte, um den Wiederaufbau im Land zu forcieren und im Wettbewerb mit den politischen Konkurrenten zu reüssieren - der Lohn war eine über Jahrzehnte anhaltende absolute Mehrheit. Eine Partei, die mit ihrer Politik ein Parade-Exempel an Parteibuchwirtschaft statuiert hat, welches oft zurecht hart kritisiert, von den nachfolgenden Verantwortungsträgern im Lande a posteriori aber noch problemlos übertroffen wurde. Nepotismus reimt sich auf Haiderismus. Aus rot mach blau, mach orange, mach pink, mach braun....   Nach dem Abdanken ihres Übervaters und langjährigen Landeshauptmannes Leopold Wagner im Jahr 1988 wirkt die SPÖ in Agonie erstat...

Freund und Helfersyndrom...

mea culpa – der Eisbär muss viel Asche (wenn sich die nicht schon aus dem Staub gemacht hätte) auf sein bescheidenes Haupt (was macht eigentlich Tierarzt Herbert?? aufwärts für Spittal ...) streuen. Er hat gestern für Unruhe in der Arbeit der Exekutive im sonnigen Süden gesorgt, weil er veranlasst hat, dass die Hörer eines Privatradios über Polizeikontrollen nach einem Raubüberfall in einer Bezirksstadt informiert wurden – das passierte im übrigens als Reaktion auf zahlreiche „besorgte“ Anrufe, was denn der Grund für kreisende Hubschrauber etc. sei. Diese Meldung hat auch der für Presseagenden zuständige Beamte vernommen, was ihn dazu veranlasste seine Meinung telefonisch und im (para)militärischen Befehlston kundzutun…„ich stelle mit Entsetzen fest, dass ihr Räuber und flüchtige Straftäter warnt, dass sie kontrolliert werden könnten“…“eine Meldung, die wir uns so nicht wünschen…“. An dieser Stelle lässt sich durchaus über die exakte Formulierung der über den Äther transmittierten...

wir sind so frei...

Die Idee eines Freistaats Kärnten: Faschingsscherz oder ernstzunehmende politische Vision? Ein Gespräch mit dem Historiker Wilhelm Wadl, Leiter des Kärntner Landesarchivs Eisbaerhelmut: Herr Wadl, die Idee eines Freistaats Kärnten ist in den letzten Jahren immer wieder aufgetaucht, wohl auch um die Sonderstellung Kärntens zu unterstreichen. Gibt es dafür eigentlich historische Vorbilder?   Wadl: Es gibt durchaus Vorbilder. Diese Idee hat es schon im Jahr 1918/1919 gegeben. So unter dem Motto „Kärnten den Kärntnern, nicht den Berlinern, nicht den Wienern und schon gar nicht den Serben“. Solche Ideen gab es damals aber auch in Tirol, um Tirol als Ganzes zu retten. Eisbaerhelmut: Hinter diesem Freistaat sehen Sie also einen realen Hintergrund?   Wadl: Nein, heute ist das doch nur Politfolklore! Aber natürlich auch ein Zeichen einer gewissen Oppositionshaltung gegenüber Wien und der Zentrale, das haben die Kärntner immer schon verstanden. Der frühere Landeshauptmann Leopol...

Grenzenlos...

...ist offenbar die Dummheit und Debilität so mancher Zeitgenossen in dieser Republik. Und dabei geht es an dieser Stelle ausnahmsweise (fast) nicht um hochrangige Vertreter der Kärntner Landespolitik – die demaskieren sich ohnehin in schöner Regelmäßigkeit (zum Teil auch posthum ) selbst. Diesmal ist dem Eisbären eine Dame aufgefallen, deren Tun und Lassen er im Allgemeinen möglichst ignoriert. Fiona Pacifico Griffini-Grasser, vormals Swaroswki, die Ehefrau des ehemaligen Finanzministers Kärntner Provenienz (offenbar geht es doch nicht ohne Kärnten…), mit dem supersaubersten Gewissen seit der Erfindung des Lügendetektors.  Frau Swarowski ist schon in der Vergangenheit durch bescheidene intellektuelle Leistungsfähigkeit und verbale Entgleisungen aufgefallen. Im Rahmen des traditionellen Hahnenkamm-Wochenendes in Kitzbühel hat die gute Frau jetzt aber einen Fehltritt der Sonderklasse produziert. Folgende Zeilen hat sie in das Mikrofon eines Radioreporters/einer Radioreport...

peruanische süßkartoffel…

...sind beim gestrigen reichs…pardon landesparteitag der kärntner freiheitlichen im klagenfurter konzerthaus nicht serviert worden. Obwohl der herr landeshauptmann (seit gestern auch stellvertretender parteiobmann der besinnungslosen gesinnungsgemeinschaft) diese in einem durchaus formidablen menüvorschlag untergebracht hätte. Argentinisches rindersteak mit peruanischen süßkartoffeln, gefolgt von einem südindischen eisparfait – diesen lukullischen hochgenuss würde gerhard aus himmelberg dankend ablehnen, bekäme er im gegenzug eine brennesselsuppe serviert. Denn eine brennesselsuppe steht in seinen augen sinnbildlich für ein intaktes und traditionsgerechtes familienleben. Die zur zubereitung notwendigen pflanzen pflückt er selbst – und die beste suppe dieser art serviert der hofer hans in lendorf, sagt zumindest der gerhard. Und auch abgesehen von der kulinarik war er gestern gut in fahrt, als verbaler einpeitscher, oberhaupt der kärntner straßenarbeiter und mann der deftigen wort...

errata…

...in den ersten tagen und wochen des jahres 2010 konnte der eisbär die verfestigung eines negativen trends im heimischen journalismus beobachten. Mit der qualität geht es ohnehin schon seit längerem bergab (verallgemeinerung – natürlich gibt es auch ausnahmen), hinzu kommt immer mehr ein mangel an journalistischer sorgfalt. Dabei ist gar nicht so sehr die ständige dezimierung der recherchezeit gemeint – ein faktum, das in der internationalen medienszene ohnehin omnipräsent ist – sondern die unglaubliche anhäufung an fehlern inhaltlicher oder semantischer natur. Diese resultieren offenbar aus mangelnder aufmerksamkeit, ignoranz, zeitmangel, schlampiger oder nicht vorhandener recherche, fehlender intellektueller kapazität oder einfach nur ignoranz. vorreiter ist in dieser hinsicht sicher die tageszeitung österreich, unglaublich welche groben patzer in der fellner-postille vor allem im sportteil zu finden sind (z.B. Kurzbericht über Stefan Maierhofer ). bedenklich wird es aber wenn s...

going public...

mein "porträt" über den herkuleshof am danielsberg - brokeback mountain - am 03/01/10 in der woche kärnten veröffentlicht worden. die langfassung gibt's natürlich exklusiv bei eisbär helmut... http://eisbaerhelmut.blogspot.com/2010/01/brokeback-mountaineine-historische.html

brokeback mountain...

Eine historische Kultstätte. Ein ungewöhnliches Gasthauspaar. Ein Wallfahrtsort. Schwule Reiter. Der Danielsberg in Oberkärnten ist besonders und doch ganz normal. „Als ich jung war hab ich immer davon geträumt eine Insel in Australien zu haben, jetzt habe ich einen Berg in Österreich.“ Shane Sansom lacht über das ganze Gesicht und rührt mit einem übergroßen Kochlöffel in einem Topf Bärlauchsuppe. Daneben schmort eine Lammkeule vor sich hin. Ein würzig-süßlicher Duft verbreitet sich in der Küche. Hannes Viehhauser ist dabei die letzten Frühstückstische im Gastraum des Herkuleshofs auf dem Danielsberg abzuräumen, danach wechselt er die Funktion und sorgt für Ordnung in den Gästezimmern. Trotz der fehlenden Insel gibt es genügend Wasser auf dem Danielsberg. Auf dem etwa 40 Meter langen und vielleicht 20 Meter breiten Naturteich vor dem Herkuleshof treibt ein oranges Tretboot, Regentropfen fallen beinahe bedächtig auf die Wasseroberfläche und ziehen elegante Kreise. Der Herku...

was macht es dem mond, wenn ihn die wölfe anheulen...

...mit diesen worten hat heute der klubobmann der freiheitlichen in kärnten, kurt scheuch ( hier noch eine ganz nette geschichte dazu), auf meine frage zum parteitag-ultimatum des bzö reagiert. die gruppe rund um josef bucher, stefan petzner & co. sei ohnehin ein nicht relevanter hühnerhaufen... erst im jänner wird es also einen fpk/bzö parteitag in kärnten geben, da davon auszugehen ist, dass der leidenschaftliche opa aus himmelberg diese zeilen eher negieren (sic!) wird. "bewahre die einheit" liest man da. klingt irgendwie nach "unsere ehre heißt treue". und "einheit statt vielfalt" erinnert doch auch an eine zeit, von der sich die herren doch so gern und mit mehr oder weniger allen fasern ihres körpers distanzieren... in kärnten formiert sich mittlerweile ein zarter hauch von widerstand . und der eisbär ist am wochenende in wien zu der erkenntnis gelangt, dass die parteizentrale der fpö in der mariahilfer straße liegt...